Koblenzer Schützengesellschaft 1359 e.V.

Bogenschießen

Bogenschießen erfreut sich as Sportart zunehmender Beliebtheit. Das zeigt sich daran, dass die angebotenen Anfängerkurse fast immer voll besetzt sind und für einen beachtliche Zahl an Neuzugängen im Verein sorgen. Wie das Luftpistolenschießen ist auch der Bogensport frei von größeren behördlichen Einschränkungen. Jeder über 18 Jahre kann Pfeil und Bogen erwerben, besitzen und dort schießen, wo er oder sie es für richtig und sicher hält.
Dennoch sei darauf hingewiesen, dass ein moderner Sportbogen kein Spielzeug ist. Wettkampfbögen kommen auf Schussweiten bis zu 300m und die Pfeile haben dann noch genügend Energie um schwere Verletzungen hervorzurufen. Von ersten Versuchen im eigenen Vorgarten ist daher abzuraten. Im Verein haben die Schützen dagegen die Möglichkeit, auf abgesichertem Gelände zu trainieren.
Außerdem geht es beim Bogenschießen darum, einen komplexen Bewegungsablauf zu trainieren, was gerade am Anfang unter Anleitung sachkundiger Trainer erfolgen sollte.

Als Sportgerät werden im Bogenschießen hauptsächlich drei Arten von Bögen verwendet:

  • Recurve-Bogen: die häufigste Form des Sportbogens, so genannt wegen der nach vorne gebogenen Enden der Wurfarme. Die Bögen verfügen über technische Helferlein wie Visier oder Stabilisatoren. Das Recurve-Schießen ist die einzige Bogensportart, die gleichzeitig auch olympische Disziplin ist.



  • Compound-Bogen: ein modernes High-Tech-Gerät, ebenfalls mit Visiereinrichtungen und Stabilisatoren. Compound-Bögen wurden in den späten 60er-Jahren entwickelt und zeichnen sich durch Umlenkrollen an den Enden der Wurfarme aus.



  • Blankbogen: zunehmend beliebter in den letzten Jahren, verkörpert der Blankbogen eine Haltung "zurück zu den Anfängen". Ohne technische Hilfsmittel zielt der Blankbogenschütze über den Pfeil wie schon die Bogenschützen von Steinzeit bis Mittelalter.

Pfeile sind entsprechend auf Bogen und Schützen abgestimmt. Sie bestehen aus Aluminium, Carbon oder Alu-Carbon-Verbund, bei den Blankbogenschützen zum Teil auch aus Holz.


Bogenschießen im Wettkampf

Wettkämpfe im Bogenschießen finden ganzjährig statt. Am schönsten ist es natürlich im Sommer im Freien. Im Winter zieht sich der Bogenschütze in mehr oder weniger geheizte Hallen zurück und übt derweil auf kürzere Distanzen zu schießen.



Jens Pieper bei der WM 2007 in Leipzig

Übliche Turnierentfernungen:
  • Sommer im Freien: 72 Pfeile auf 70m für Männer und Frauen, kürzere Distanzen für Blankbogenschützen und Jugendliche

  • Winter in der Halle: 60 Pfeile auf 18m für alle

  • FITA-Runde im Freien: je 36 Pfeile auf 90/70/50/30m für Männer, je 36 Pfeile auf 70/60/50/30m für Frauen

  • Ligawettkampf in der Halle: Jede Mannschaft besteht aus drei Schützen. Innerhalb von zwei Minuten muss jeder Schütze der Mannschaft zwei Pfeile schießen. Bei im Schnitt 20 Sekunden Zeit pro Pfeil treffen hier hoher Zeitdruck und eine Sportart, bei der es um Konzentration geht, aufeinander. Ein Match besteht aus vier solcher Durchgänge; gewonnen hat die Mannschaft, die am Ende mehr Ringe erzielt hat.

  • Feldbogenschießen: abgesteckte Parcours in Wald und Wiese auf unterschiedliche, teilweise unbekannte Entfernungen. Die Ziele müssen sich dabei nicht auf einer Höhe mit dem Schützen befinden - einige Schüsse können auch bergauf/bergab gehen. Gerade für die Schützen, die es gewohnt sind "in festen Bahnen zu denken" eine große Herausforderung.



Bei verschossenen Pfeilen tritt der gemeine Bogenschütze auch in Rudeln auf...

  • Für unseren Downloadbereich hat Helga Melin eine kleine Regelkunde für Bogenschützen erstellt.